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Das Stück 'Robin Hood - Herr des Waldes' von Sieglinde Hüsam war die Sommerproduktion der Taunusbühne im Jahr 2001.
König Richard Löwenherz nimmt an einem der Kreuzzüge im Heiligen Land teil. Von ihm zum Hüter des Sherwood Forest mit allen Rechten und Vollmachten bestellt, hat sich Robert aus Locksley in die Einsamkeit seines geliebten Waldes zurückgezogen. Nachdem er körperlich und seelisch verwundet aus einem der Kreuzzüge zurückkehrt, findet er hier seinen Frieden.
Dieser wird durch eine Begegnung mit dem Sheriff von Nottingham gestört. Aus seinen Träumen erwacht muss er feststellen, dass die Geächteten des Waldes unschuldige Opfer der Machtgier des besessenen Sheriffs sind.
Als sich Robert aus Locksley mit dem Sheriff von Nottingham anlegt, wird er geächtet und fortan Robin Hood genannt. Die Not der Bevölkerung von Nottingham erschüttert ihn zutiefst und er beschließt zu helfen wo er kann. Mit Hilfe seiner Gefährten macht er den Wald zum Asyl, schlägt die Söldner des Sheriffs in die Flucht und gewährt den Verfolgten Schutz. Er erfährt, dass sich König Richard in Gefangenschaft befindet und der Sheriff für das Lösegeld doppelte Steuern fordert.
In Nottingham wird Robin Hood Zeuge eines Gesprächs. Ihm wird klar, dass der Sheriff in eine politische Intrige des Prinzen John gegen seinen Bruder König Richard eingebunden ist. Dessen Rückkehr soll durch den Raub des Lösegeldes verhindert werden.
Robin kann es mit Hilfe seiner Gefährten an sich bringen um es an den Hof in London weiterzuleiten. Durch einen Hinterhalt des Sheriffs geht ein Teil des Lösegeldes verloren. Lady Marian schließt sich Robin und den Vogelfreien an und bietet ihre Hilfe an.
Der Sheriff von Nottingham setzt alles daran, sie für sich zu gewinnen. Da in diesem Stück auch die Liebe eine große Rolle spielt, muss Robin auch um seine Lady Marian kämpfen.

Mitwirkende:
Robin - Sascha Stoltenow Marian - Kerstin Zorn Merlin / König Richard - Michael Klatte Little John - Roland Glatzer Bruder Tuck - Ernst Dupre Will - Sven Thiele Much - Rainer Schön Patrick - Nicholas Schön Clym - Christian Müller Meggie - Verena Scholz Elspeth - Anne Prasse Agnes - Ines Ernst / Johanna Dupre Ciaire - Anna Lichtenberg Sheriff - Andreas Roskos Stimmen - Marianne Neuendorf, Dagmar Stoltenow, Katrin Stoltenow Wachen - Moreno De Jong, Thomas Glatzer, Peter Kreppel, Marcus Krumpholz, Thorsten Müller, Michael Rössel, Markus Scholz Sir Guy - Hans-Horst Seumel Pfaffe - Ulrich Müller Schatzmeister - Hans Schneider Roselwyn - Brigitte Müller
Volk von Notthingham Wilderer - Boris Manteuffel Wilderersohn - Daniel Charwath Schmied - Günter Soukup Goldschmied - Marcus Krumpholz Frau mit Mädchen - Emmy Faßbender, Angela Hüsam Frauen - Birgit Benedetto, Rosemarie Haas, Sieglinde Hüsam, Andrea Just, Beatrix Manteuffel, Sabine Müller, Marga Schmidt-Giersemehl, Claudia Schnelle, Jaqueline Schön, Lisa Scholz Männer - Wieland Barsig, Valentin Dittrich, Manfred Haneklaus, Stefan Thomaß Kinder - Nadine Benedetto, Theresa Faßbender, Sina Giersemehl, Ylva Soukup
 2001 - 'Robin Hood - Herr des Waldes'
Bühnenbau - Rainer Schön, Peter Kreppel, Boris Manteuffel, Günter Soukup und das Ensemble Technische Einrichtung und Beleuchtung - Alex Gajic, Oliver Gärtner, Felix Herzberg, Frank Klein, Klaas-Meeno Mertens Maske - Rosemarie Haas, Sigrid Soukup und das Schminktöpfchen Musik - Rosemarie Haas Kostüme - Sieglinde Hüsam, Lisa Scholz und das Nähstübchen Requisite - Sandra Krasa Presse - Uschi Just, Ulrich Müller Anzeigendisposition - Brigitte Müller Gruppenvorverkauf - Marianne Neuendorf Souffleusen - Annette Chadzelek, Silvia Sarnowski Regieassistenz - Angela Hüsam Regie - Rosemarie Haas, Sieglinde Hüsam Rechte - Sieglinde Hüsam
 2001 - 'Robin Hood - Herr des Waldes'
Unseren besonderen Dank an: Karl-Heinz Bischoff - Techn. Bühnenabnahme Jörg Engel - Zusammenschnitt der Musik Denis Hadert - Choreographie der Stimmen Eckehard Leick - Training zum Bogenschießen Ramon Rivera - Choreographie der Kampfszene Wolfgang Schmitt - Komponist des Robin Hood Liedes
 2001 - 'Robin Hood - Herr des Waldes'
--> Szenenfotos der Produktion
| Wiesbadener Tagblatt vom 11.6.2001 |
Mutige Abenteuer der Helden des Waldes
(dh.) Wer hat den Film mit Kevin Costner nicht gesehen? Auch Brigitte Müller, Vorsitzende der Taunusbühne Bad Schwalbach, will Parallelen zu der Leinwandversion nicht leugnen. Doch sie versprach nicht zu viel, als sie auf Burg Hohenstein eine eigenständige Robin Hood-Inszenierung ankündigte. Zum 40-jährigen Bestehen hatte Sieglinde Hüsam die bekannte Geschichte des edelmütigen Vogelfreien verfasst und führte gemeinsam mit Rosemarie Haas Regie.
Den gut 60 Mitwirkenden vor und hinter der Bühne gelang es mit hoher Einsatzbereitschaft und Engagement, den stimmungsvollen Burghof in das Versteck der Geächteten von Nottingham zu verwandeln. Hier landet Förstersohn Robin (Sascha Stoltenow), der sich nach einem Kreuzzug fortan von menschlicher Gesellschaft fern halten will, um seinen inneren Frieden in der Stille des Waldes zu finden. Dort jedoch trifft er nicht nur auf die Gruppe der Ausgestoßenen, sondern auch auf seine Jugendfreundin Marian (Kerstin Zorn). Gemeinsam überreden sie ihn zum Widerstand gegen den tyrannischen Sheriff (Andreas Roskos), der in Abwesenheit des Königs das Volk mit brutaler Gewalt und horrenden Steuern knechtet. Natürlich kommt schließlich alles ins Lot, auch König Richard (Michael Klatte) taucht wieder auf. Doch bis es soweit ist, müssen die Helden des Waldes manches Abenteuer bestehen.
Der Schauspieltruppe gelingt indes eine außergewöhnliche Leistung. Die Handlungsstränge werden auf mehrere Ebenen verlagert und erfahren souveräne Überblendungen. Szenen werden eingefroren, Dialoge überschneiden sich und geben dem Stück somit eine ganz eigene Dynamik. Dabei fällt auf, dass nicht nur die Hauptrollen ideal besetzt sind, auch kleinere Parts werden mit akribischer Detailarbeit zum Leben erweckt. Andreas Roskos glänzt in der Rolle des korrupten Sheriffs, der von seinen inneren Stimmen (Marianne Neuendorf, Dagmar und Katrin Stoltenow) in den Wahnsinn getrieben wird. Er ballt die Fäuste, fällt in sich zusammen, bricht in irres Gelächter aus eine Figur, die fordert. Auch Ernst Dupré kann als Bruder Tack überzeugen. Schalkhaft legt er sich seine Geistlichkeit zurecht, wie sie gerade gebraucht wird und ist dabei manch irdischer Lust nicht abgeneigt.
Die Wirkung der einzelnen Szenen entsteht durch ihre Authentizität: die beeindruckenden Kampfszenen etwa wurden eigens beim TSV Bleidenstadt trainiert. Sehr wirkungsvoll auch die Massenszenen oder diese erschreckend realistische Szene, in der ein von Soldaten vergewaltigtes Bauernmädchen traumatisiert zurückbleibt. Ein rasantes Stück ist hier entstanden, mit viel Humor und abwechslungsreich inszeniert.
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