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1971 - 'Schneewittchen'

„Schneewittchen" begeisterte bei den Burgfestspielen alle

Erneut gute Ensemble-Leistung der Volksbühne Untertaunus

Die Burgfestspiele Hohenstein vor der Kulisse der Ruine haben begonnen. Bei glücklicherweise trockener Witterung konnte die mitveranstaltende Volksbühne Untertaunus die erste von vier Märchenvorstellungen des „Schneewittchens" die Spielzeit 1971 auf Hohenstein eröffnen — leider vor nicht allzu großem Publikum. Das unsichere Wetter, so kommentierte der Volksbühnen-Vorsitzende Karl Heinz Degenhardt diesen Mangel, trug gewiß dazu bei, daß die Eröffnungsvorstellung nicht zu dem erwünschten Erfolg führte. Was übrigens die Leistungen der Laienspieler auf der von Johannes Piel gekonnt gestalteten Doppelbühne nicht schmälerte. Der Beifall, den jung und alt teils auf offener Szene spendeten, war gewiß verdient.

1971_schneewittchen01.jpg

Wie bereits bei den winterlichen Vorstellungen in geschlossenen Räumen, zeigte Rosemarie Haas, die die Titelfigur verkörperte, ein zurückhaltendes und reifes Spiel. Dieser jungen Mitwirkenden gebührt auch Lob und Dank für ihre Choreografie, für die sie beim Kinderballett des Märchenspiels verantwortlich zeichnete.

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Richtig böse, so daß sie vor allem die Kleinen schnell wider sich wußte, war die Königin Famagusta, dargestellt von Edelgard Lausch. Ihr härtester Widerpart war Barbutz, der Hoffriseur, dem Kurz Mussill einmal mehr mit Bravour und „ ... bitte säähr — bitte gleich!" Gestalt verlieh, wohlunterstützt vom kleinen Barbützchen, das von Rose Piel dargestellt wurde. Edith Piel-Großmann, die wiederum Regie bei „Schneewittchen führte, sprang bei der Eröffnungsvorstellung auch für den verhinderten Joachim Liedtke ein und spielte den Prinzen Harald, der schließlich Schneewittchen bekommt. Der Jäger Florian, dargestellt von Roland Heidler, und Rumpelpumpel, der von Birgit Hölzer gespielt wurde, gehörten mit zur Partie einer wiederum guten Ensembleleistung, zu der natürlich auch die kleinsten Laienspieler der Volksbühne, die Zwerge und Waldtiere in ihren hübschen Kostümen, wesentlich beitrugen.

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Die Volkshochschule Untertaunus als Veranstalterin und die Volksbühne hoffen nun auf gutes Wetter bei den nächsten drei Märchenvorstellungen auf Hohenstein, die für den 13., 20. und 27. Juni vorgesehn sind, ehe im Juli die Goetz-Komödie „Der Lügner und die Nonne" auf dem Festspiel-Plan steht. aw


 
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