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1976 - 'Frau Holle'

„Frau Holle" erfreute alle

Gelungene Premiere des Märchenspiels der „Taunusbühne"

Vom Dienstag, 30. November 1976

Bad Schwalbach. Einen besseren Zuspruch konnten sich die Mitwirkenden und Verantwortlichen der „Taunusbühne" Bad Schwalbach für die Premiere des neuen Märchenspiels wohl nicht wünschen. Zur Erstaufführung von ‚Frau Holle’ waren Hunderte von Kindern und Erwachsenen in die Turnhalle an der Pestalozzistrasse in der Kreis- und Kurstadt gekommen, um das muntere Treiben auf der Bühne mitzuerleben. Dabei waren es vor allem die jüngeren Zuschauer, die das Geschehen um die böse „Annemarie" und die liebe und fleißige „Rosemarie" im wahrsten Sinne des Wortes „miterlebten", sie nahmen lautstark Anteil an dem Märchenspiel unter der Regie von Rosemarie Haas in einem bemerkenswerten Bühnenbild von Margot Viergutz.

Als Frau Holle wirkte Margit Felkel während der nicht gerade sympathischen Mutter Barbara Zorn Gestalt verlieh. Sie, wie auch Dagmar Stoltenows „Annemarie" hatten sich schnell die Freundschaft des aufgeschlossenen Publikums verscherzt, dessen Wohlwollen ganz auf Seite der unterdrückten „Rosemarie" (Marianne Kraus), dem Kobold Windbeutel (Till Elgo Lampel) und natürlich der Frau Holle lag. Klaus (Andreas Baesler) und Peter (Bernhard Zorn) gehörten mit zur Schar der Darsteller, die ob ihrer Bosheit und Faulheit nicht zu den Favoriten der kleinen Gäste in der vollbesetzten Halle gehörten ganz im Gegensatz zu den Glockenblumen (Sabine Dolfen, Sabrina Degenhardt, Christine Degenhardt) und vor allem zum Ballett des TV 1861 Bad Schwalbach, das unter der Leitung von Hilde Engel nach einer Choreografie von Rosemarie Bischof eine vortreffliche Leistung bot.

DIES SIND DIE HAUPTDARSTELLER von Frau Holle, die am Sonntagnachmittag in Bad Schwalbach Premiere hatte.
DIES SIND DIE HAUPTDARSTELLER von Frau Holle,
die am Sonntagnachmittag in Bad Schwalbach Premiere hatte.

Es war bemerkenswert, wie sehr die Amateurbühne in Bad Schwalbach bei der nunmehr zehnten Inszenierung eines Märchenspiels Beleuchtung und Bühnentechnik beherrscht. Was hier von Rainer Pfeiffer, Gerhard Weber und Karlheinz Krusen geleistet wurde, beweist schon einige Meisterschaft bei der Arbeit „hinter den Kulissen".

„Frau Holle", das Märchenspiel von Thekla und Guido von Kaulla, reiht sich ebenbürtig in die Serie von bisher neun derartiger Stücke seit 1967 ein. Die große Zahl der Zuschauer läßt hoffen, daß es auch diesmal wieder einen guten Gesamterfolg der Inszenierung gibt. Aufschlußreich zu wissen, daß es vor der jüngsten Premiere insgesamt 58 Märchenaufführungen im Untertaunuskreis mit mehr als 13 000 Besuchern gab. Die „Taunusbühne" Bad Schwalbach, die ehedem Volksbühne Untertaunus hieß, hat es übrigens auf bisher 195 Aufführungen mit mehr als 33.000 Zuschauern gebracht.


 
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