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Presseberichte zu Rabatz im Zauberwald

 

 

 
Vereint gegen die bösen Märchengegner 

30 Darsteller tragen zur gelungenen Premiere des Weihnachtsmärchens im Kurhaus bei

Aar Bote vom 24.11.2008

BAD SCHWALBACH In ihrem diesjährigen Weihnachtsmärchen vereint die Taunus-Bühne 14 bekannt-beliebte Märchen in einem Handlungsablauf voller abenteuerlicher Spannung und in märchenhaftem Zauber im prächtigen Rahmenambiente des Kurhauses. 

Von Irmgard Reichel

Da böse Mächte Märchen abschaffen wollen, weil der gehässige Schwarze Zauberer neidisch ist auf die fantasievolle Magie der zaubermächtigen Märchen, entwickelt sich der "Rabatz im Zauberwald" mit Gegenmaßnahmen etlicher bewunderter und geliebter Märchenfiguren. So kommt erst mal alles ganz anders, als vom Handlungsablauf gewohnt.

Auch die Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden der Taunusbühne, Brigitte Müller und Andreas Roskos, ist erwähnenswert unüblich, bevor Hänsel und Gretel in märchenvertrauter Kleidung erschöpft die Bühne betreten und am Lebkuchenhaus der Hexe knuspern. Deren Auftritt, von gut gespielter Falschheit gefüllt, kommt sehr überzeugend, zumal sie "richtig schön hexisch aussieht", wie der neunjährige Lukas in der Pause strahlend bekennt.

Alles scheint zunächst in bester Märchenordnung. Doch dann vereinnahmen vier raffgierige Ratten die Szene (Maik Wendel, Christian Müller, Mathias Brunner, Ulrich Müller). Selbstbewusst rocken sie zum live gesungenen Rattensong und rauben die Lebkuchen. Enttäuscht ist die Hexe, entsetzt sind einige kleine Kinder im Parkett.

Rabatz im Zauberwald 2008
Die Märchenpolizei hat den schwarzen Zauberer (vorne, Oliver Gärtner) zur Strecke gebracht.
Hinten von links: Miesje Soukup, Gabi Busch, Samy Soukup, Lisa Scholz.
Foto: Andreas Roskos

Da naht Rotkäppchen, als sei es soeben leibhaftig dem Märchen entstiegen. Die Ratten, Auftragsklauer des Schwarzen Zauberers, rauben ihr rotes Käppchen, und in der Folge setzen sie ihr Treiben fort. Sie mausen und mopsen, klauen und klemmen in charakteristischer Individualität und durchaus nicht ganz unsympathisch.

Manches spielt sich hinterrücks ab, nicht auf der Bühne sichtbar. Allerdings bewegt sich durch den Mittelgang des Kurhauses eine gar traurige Schar geschädigter Märchenfiguren. Frau Holle ohne Schüttelkissen, der Rattenfänger von Hameln ohne Flöte. Dem Dornröschen kam die Spindel abhanden, den sieben Zwergen ihr Bergwerk-Werkzeug, Aladins Teppich geriet ebenso in die Fänge der Ratten wie die Erbse der Prinzessin. Und die wollte sich auf keinen Fall mit einer Bohne begnügen. Naja, Andersen sicher auch nicht. Alle wollten ihr Zugehöriges zurück, denn ohne ihre Wahrzeichen oder Rollenrequisiten können ja die Märchen nicht bestehen.

Und Pinocchio wäre nie entstanden ohne das Schnitzmesser seines Vaters. So wurde dann von einigen besonders eifrigen Märchenfiguren die Märchenpolizei gebildet (Alina Hangen, Miesje Soukop, Gabi Busch, Lisa Scholz, Markus Krumpholz). Sich selbst Mut machend, beschworen sie singend den "Rabatz im Zauberwald".

Dass Singen einen hohen Stellenwert hat in der Musical-Aufführung der Taunusbühne, ist den vielen stimmlichen Begabungen jugendlicher und erwachsener Darsteller zu verdanken und nicht zuletzt auch dem Musiker und Komponisten Michael Kropp. Er ist langjähriges Mitglied der Taunusbühne, kennt alle Schauspieler und war bei der Rollenbesprechung mit dabei. Nachdem feststand, wer was spielt und singt, "habe ich individuell nur für unsere Aufführung die Musik geschrieben". Rock und Pop sind seine bevorzugten Musik-Genres. Die standen auch Pate bei einigen Kompositionen, die von allen kleinen und großen Bühnensängern großartig und mitreißend umgesetzt wurden. Was oben auf der Bühne gesungen und getanzt wird, erschließt sich auch unten im Parkett.

Viele kleine Schultern und Füße wippen im Rhythmus mit. Bedrohlich klingt dann allerdings in stimmgewaltiger Größe des Schwarzen Zauberers Gesang (Oliver Gärtner). Er liebe das Böse und werde es den "Märchenwesen heimzahlen". Sein Gegenpart, Rollum der Weise (Günter Soukop), hilft mit Rat, Tat und Gesang in schöner Klangfülle einiger Oldie- und Ohrwürmer-Passagen. Doch muss die Märchenpolizei noch viele Abenteuer bestehen. Dass sich dabei die Hexe als Helferin erweist, die nicht mehr nur egoistisch ihre eigenes Ziel im Sinn hat, ist nicht nur verwunderlich sondern auch wunderbar.

Bis zum Schluss des Gedanken und Gemüt bewegenden Musicals von Wolfgang Barth werden Spannungen und feine Abstufungen ausgespielt. Zur Riesenfreude der ganz kleinen, beinahe schon großen und der erwachsenen Zuschauer und Zuhörer. Auch Premierengast Schwalbenkönigin Marianna-Adriana ist begeistert, auch darüber "dass soviel und so toll gesungen wird". Die siebenjährige Tina mochte am liebsten, "wie die Ratten tanzen", und der achtjährigen Lea gefiel alles "und die Kostüme auch". Die waren fürwahr bezaubernd und rollen-identisch. Auch die Schminkmasken und Bühnenbilder ließen keine Wünsche offen.

So waren beim Schlussbild mit den über 30 Darstellern, darunter 20 Kinder und Jugendliche die Freude auf der Bühne und im Parkett wohl deckungsgleich intensiv und drückte sich durch begeisterten Beifall aus. Der galt auch den unsichtbaren Hinterkulissen-Helfern und Handwerkern, dem Komponisten Kropp und dem Regieteam Gudrun Dauth, Marit Wienzek und Antje Eschenauer.

Rabatz auf der Kurhaus-Bühne

Aar - Bote vom 07.11.2008

Taunusbühne probt ihr Weihnachtsstück/Premiere ist am 22. November

BAD SCHWALBACH Das Ensemble der Taunusbühne bereitet sich auf ihr Weihnachtsstück vor. Premiere ist am 22. November im Kurhaus.

Von Martin Fromme

Es ist alarmierend. Vor Weihnachten gerät die Märchenwelt aus den Fugen. "Rabatz im Zauberwald" das heißt, Rabatz im Kurhaus, auf der Bühne. Ein ebenso fieser wie schwarzer Zauberer und seine Gehilfen, vier hinterhältige und sehr unterhaltsame Ratten machen Rotkäppchen, Frau Holle und Co das Leben schwer und entführen dabei - welch cleverer Effekt - das Publikum in jene von vielen Kindern nie gekannte oder manchen Erwachsenen längst vergessene Märchenwelt. Das ist der Hauptgrund für das Regietrio Gudrun Dauth, Marit Wienzek und Antje Eschenauer sich für diesen Stoff zu entscheiden. "Wir wollten die richtigen Klassiker unter den Märchen auf die Bühne bringen," sagt Marit Wienzek. Und das Musical von Wolfgang Barth gibt das locker her. Nicht weniger als 14 Märchen samt ihrer Helden und tragischen Figuren treten auf. "Wir machen das, was unsere Märchenfiguren in dem Stück machen, wir halten die Märchenfiguren lebendig," betont Gudrun Dauth. Von insgesamt 32 Darstellern spielen 20 Kinder und Jugendliche mit und die hatten so manche Frage, wussten oft nichts mit Gold- oder Pechmarie anzufangen.

Gut gelaunt präsentieren sich die Mitglieder der Taunusbühne bei den Proben für ihr neues Weihnachtsmärchen: Rabatz im Zauberwald.Foto: wita/Martin Fromme
Gut gelaunt präsentieren sich die Mitglieder der Taunusbühne
bei den Proben für ihr neues Weihnachtsmärchen: "Rabatz im Zauberwald".
Foto: wita/Martin Fromme

Die Musik komponierte eigens für die Inszenierung der Taunusbühne Michael Kropp. Seine Songs sorgten schon bei den Aufführungen der vergangenen Jahre für so manchen Ohrwurm.

Jetzt sind die Proben in der Schlussphase. Die Darsteller beherrschen längst ihre Texte und im Wesentlichen auch das Spiel. Die Regie ist an der Feinarbeit. Gesten, Positionen und Betonungen werden ausgefeilt und geprobt bis sie sitzen. Auffällig für den Beobachter der Proben ist, dass alle trotz hoher Konzentration mit viel Spaß dabei sind. Es wird viel gelacht. Aus dem Spiel heraus ergibt sich so mancher Knalleffekt durch Vorschläge der Schauspieler, die die Regie gerne aufnimmt. Auch die eine oder andere kleine Schwierigkeit bleibt nicht aus. So traten sich die vier Ratten ständig gegenseitig auf die Schwänze und es bedurfte einiger Kunstgriffe und eines diffizilen Stellungsspiels, dass daraus bei der Aufführung nicht ein unfreiwilliger Lacher wird. Auch so eine Kuriosität, Pinocchio Darstellerin Alina Hangen kann mit ihrem Vater Uwe über lange Nasen fachsimpeln, spielte er doch im vergangenen Jahr den Cyrano de Bergerac.

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Märchenpolizei im Zauberwald

Aar - Bote vom 17.10 2008

Taunusbühne probt ein Kindermusical / Premiere im November

ab. BAD SCHWALBACH Es wird spannend, abenteuerlich und gefährlich im Märchenland. Ratten sind die Gehilfen des schwarzen Zauberers, und mit deren Hilfe will er die Macht im Märchenwald zurückerlangen. Bei seinen bösen Vorhaben hat er allerdings mit einem nicht gerechnet: die Märchenpolizei.

Das Ensemble der Taunusbühne bei den Proben zu dem Kindermusical "Rabatz im Zauberwald. Es ist ab 22. November im Kurhaus Bad Schwalbach zu sehen. Foto: privat
Das Ensemble der Taunusbühne bei den Proben zu dem Kindermusical
"Rabatz im Zauberwald. Es ist ab 22. November im Kurhaus Bad Schwalbach
zu sehen. Foto: privat

Das Regieteam Gudrun Dauth, Marit Wienzek und Antje Eschenauer weiß bei all den komischen und lustigen Momenten, dass das Kindermusical auch noch mit einem pädagogischen Appell aufwartet: Lasst die guten, alten Märchen nicht in Vergessenheit geraten. Mit märchenhaften Kostümen und Bühnenbildern, einer originellen Handlung und spritzigen Dialogen, lädt die Taunusbühne ihr junges Publikum in den Zauberwald ein. Michael Kropp hat für dieses Musical melodische und rockige Gesangseinlagen komponiert.

"Rabatz im Zauberwald" wird vom 22. November bis 14. Dezember im Kurhaus Bad Schwalbach, jeweils samstags und sonntags um 15 Uhr, gespielt. Darüber hinaus gibt es am 29. November und 7. Dezember um 11 Uhr zusätzliche Matinee-Vorstellungen. Am Samstag, 13. Dezember, findet noch eine Abendvorstellung um 19 Uhr statt.

Karten gibt es im Merlin-Kinderladen, Bleidenstadt, Telefon 06128/944190, und im Bürgerbüro Bad Schwalbach, Adolfstraße 38, Telefon 06124/500183. Weitere Informationen im Internet unter www.taunusbuehne.de

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